DER TAG ALS MAMA AUF DEN LEUCHTTURM STIEG I GILLES GRANOUILLET
REGIE: KRISTINA GERHARD I BÜHNE UND KOSTÜME: INES ALDA
SAARLÄNDISCHES STAATSTHEATER I FEUERWACHE I PREMIERE: 28.09.2007


"Was geht in Kindern vor, deren Mutter Alkoholikerin ist, war für Gilles Granouillet die Ausgangsfrage seines Stücks: „Der Tag als Mama auf den Leuchtturm stieg“, vom Staatstheater als Werkstattinszenierung (Regie: Kristina Gerhard, Ausstattung: Ines Alda) gezeigt, bot harten Tobak. Marzeille und Perpignan - zwei Jungen, verwahrlost, traurig, wütend, sie leben an der Küste. Der Vater ist wer und wo auch immer, die Mutter driftet immer öfter in ihre alkoholgefärbte Welt ab: „Es gibt Tage, da kann sie nicht nach Hause kommen, meine Mutter. Sie hat Tage, die sind nicht wie die anderen. Weiße Tage, die sich entzünden wie ein Holzscheit.“ Aber an einem dieser „weißen Tage“ begegnet den Jungen „Gott“, allerdings jedem in verschiedener Gestalt, und erzählt ihnen von der jüngsten Eskapade ihrer Mutter: Nackt singt sie auf dem Leuchtturm, die Männer des Ortes hechelnd als Publikum. Marzeille entwickelt einen Rettungsplan…"
Saarbrücker Zeitung